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Projekte

Soziale und ökologische Entwicklung durch Belebung der Imkerei im Dorf Sobissi: Projektbeginn

Am 11.03.2015 ist mit dem ersten Unterricht zur Biologie der Biene unser neues Projekt „Soziale und ökologische Entwicklung durch Belebung der Imkerei im Dorf Sobissi“ angelaufen.

In der Sowjetzeit konnten viele Menschen in der Region Gori vom Obstbau leben, auch die Imkerei hatte einen hohen Stellenwert. Der Zusammenbruch hat diesen Wirtschaftszweig hart getroffen, sodass heute hohe Arbeitslosigkeit und Armut vorherrschen. Einige Obstbauern aus dem Dorf Sobissi haben sich an EthicFinance gewandt mit dem Anliegen, die Imkerei wieder zu stärken. Davon verspricht man sich eine bessere Obsternte und mit dem Verkauf des Honigs und weiterer Imkereiprodukte eine zusätzliche Erwerbsmöglichkeit. Wir halten diesen Ansatz für sehr erfolgversprechend und auch auf andere Gemeinden und Regionen übertragbar. Durch das bisherige Engagement von EthicFinance in unseren Jugendprojekten in Sobissi besteht bereits eine Beziehung zu dem Ort und seinen Bewohnern.

Durch theoretische Schulungen und praktische Ausbildungseinheiten werden die  Projektteilnehmer befähigt, ihre eigene Imkerei aufzubauen, Honig und Bienenwachs zu ernten, die Produkte zu verarbeiten und zu vermarkten. Zwei Experten arbeiten mit, die über das erforderliche Fachwissen und die praktische Erfahrung verfügen: ein erfahrener Imker-Ausbilder und ein langjährig aktiver Imker.

Das Projekt wird von der Schweizerischen Botschaft in Georgien im Rahmen des 2015 Small Grants-Programms gefördert.




Sozialpädagogisches  Jugendprojekt im georgischen Dorf Argokhi

Im Frühling 2013 startete EthicFinance e.V. ein neues sozialpädagogisches Jugendprojekt, das dem im Dorf Sobissi 2011 erfolgreich durchgeführten  Projekt in den grundlegenden Zielen gleicht.

Das Projekt wird im ostgeorgischen Dorf Argokhi, unweit der Stadt Telavi, durchgeführt. Auch hier ist die Situation der Menschen ist bis heute stark von den Konflikten mit dem weiter nördlich gelegenen „Südossetien“ gekennzeichnet, unter erdenkbar schwierigsten Umständen muss das alltägliche Leben im Dorf vonstatten gehen.

So ist auch nun das Projektziel, einigen Schülern aus der Schule sowie Jugendlichen aus dem Dorf, ein konkretes Projekt als Beispiel vor Augen zu führen, wo die jungen Menschen initiatives  und unternehmerisches Denken und Handeln erleben hautnah können. Das Dorf Argokhi bietet ausreichend Möglichkeiten (Arbeitskraft, guter Boden), und wir denken mit einem gezielten Einsatz der Ideen und einiger Investitionen wieder einen wichtigen Anschub leisten zu können.

Der Aufbau von mittelständischen Betrieben bedarf anschaulicher Beispiele und Projekte um die Bevölkerung in der Region beim Aufbau solcher zu unterstützen. In dem Projekt sind Seminare und Ausbildungsprogramme wie Planung, Vermarktungsstrategie, Marktanalyse und PC-Kenntnisse, sowie Pflanzenanbau und Umweltschutz für die Jugendlichen vorgesehen.

Der Kräuteranbau soll durch unmittelbare Teilnahme der Dorfbewohner, insbesondere der Jugendlichen, aufgebaut werden.

Die erfogreiche Durchführung des Projektes wird auch durch die Unterstützung von erfahrenen Fachleuten gewährleistet. Herr Büchner ist Geschäftsführer einer Importgesellschaft für Kräuterpflanzen. Er wird die angebauten Kräuter unseres Projektes vollständig für den Weiterverkauf an Kosmetikproduzenten in Deutschland abnehmen.

Ausserdem wird Herr Sax, Berater für biologisch-dynamischen Anbau aus der Schweiz, das Projekt begleiten; er kennt Georgien bereits von hier schon in den letzten Jahren durchgeführten Seminaren. Er wird die Beratung für die Demeterqualität (siehe link) der Kräuter übernehmen und dafür sorgen, dass die Präparate fachgerecht hergestellt und aufgebracht werden.

Die Projektbeteiligten freuen sich darauf, das neue Projekt in Angriff zu nehmen und hoffen auf rege Unterstützung!

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Gründung und Aufbau einer Genossenschaft im georgischen Dorf Sobissi

2012 wird EthicFinance ein neues Projekt durchführen, das auf dem erfolgreich realisierten Projekt in 2011 im georgischen Dorf Sobissi basiert. Das vorausgegangene Jugend-Apfelsaft Projekt zeigte die Notwendigkeit einer Fortführung. Um die Erfahrungen und das erworbene Wissen weiter zu entwickeln und an andere weiter zu geben, wurde ein weiteres Konzept erarbeitet. Das neue Projekt soll für die Belebung des Dorfes einen Beitrag leisten und der Schaffung einer nachhaltig wirkenden Perspektive dienen. Dabei soll stark auf die Weiterentwicklung der Jugend gesetzt werden. Wichtig ist es, in der neuen Generation eine initiative, unternehmerische Denkweise anzuregen und Wege in die Selbständigkeit aufzuzeigen. Dies wird durch die Gründung einer Genossenschaft, wo die professionelle Apfelsaftherstellung durchgeführt und die jungen Menschen aus dem Dorf eingesetzt werden, erreicht.

Die gegründete Genossenschaft sollte möglichst viele Dorfbewohner mit einschließen. Neben den jungen Menschen, die den Saft herstellen werden, sollen auch Obstwirte produktiv mit einbezogen werden. Es wird eine vertrauensvolle Zusammenarbeit entstehen, auf Grundlage von fairen Preisen, Abnahmegarantien und Unterstützung bei Weiterbildungen. Die Jugendlichen wiederum profitieren im Austausch mit den Obstwirten von deren Erfahrungen.

Die aktiven Jugendlichen werden in ihrer Freizeit und in den Ferien mitarbeiten. Für diejenigen, die die Schule verlassen, wird eine sichere Arbeitsstelle entstehen. Zur Weiterbildung der Jugendlichen werden aus Deutschland  Seniorexperten eingeladen, ausserdem Deutsch-, Buchhaltungs- und Computerkurse, sowie Praktikumsmöglichkeiten in Deutschland angeboten.

Weiters ist unser Ziel, durch das Engagement der Jugendlichen auch die ökologische Obstbauweise großflächig anzustoßen und nachhaltig zu fördern. Das neu entstehende Bewusstsein der Jugendlichen für Menschen und Natur soll auf die bisherigen Erfahrungen der Obstwirte befruchtend wirken.

Ein Ergebnis all dieser Bemühungen wird sein, dass ein ökologisches Produkt auf den georgischen Markt  gebracht werden wird. Damit wird eine Marktlücke geschlossen und ein bedeutender Bedarf an naturtrüben Apfelsaft gestillt.

EthicFinance ist die Nachhaltigkeit der Ziele sehr wichtig und hofft, dass das neue Projekt auch so erfolgreich sein wird wie das Vorlauf-Projekt!

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Entwicklung Qualifizierungsprogramm ländliche Entwicklung

Durch die Unterstützung der österreichischen Organizationen „HERMES-Österreich Geistgemäße Geldgebarung“, "ÖAR Regionalberatung" und „conSalis – Entwicklungsberatung“ wurde ein Mikroprojekt durchgeführt. Mit dem Mikroprojekt soll eine Grundlage für die Umsetzung eines Qualifizierungsprogramms für Schlüsselkräfte in der ländlichen Entwicklung in Georgien geschaffen werden. Dies ermöglicht den Aufbau, die Begleitung und das Management von ökologischen Initiativen und Projekten. Viele ländliche Regionen und Berggebiete Georgiens sind durch mangelnde Einkommens- und Erwerbsperspektiven für die Bevölkerung geprägt. Die lokale Partnerorganisation EthicFinance setzt Impulse und entwickelt Strategien für die Entwicklung ländlicher Räume und von Berggebieten. Der Erfolg von ökologisch orientierten Initiativen in der Landwirtschaft, im Tourismus oder in anderen Bereichen auf Basis von Kleinunternehmen, Genossenschaften und lokalen Gemeinschaftsprojekten hängt von den Qualifikationen und Kompetenzen der dafür verantwortlichen Personen ab. Im Rahmen der Tätigkeit von EthicFinance wurde ein Netzwerk aufgebaut, dessen Mitglieder die Zielgruppe des Projektes bilden. Der Qualifizierungsbedarf wird in Form eines Kataloges erhoben, ein Konzept für das Qualifizierungsprogramm wird erarbeitet. Die Entwicklung erfolgt über Recherche und Auswertung von Informationen, die Durchführung von gemeinsamen Workshops, Besprechungen und Besichtigungen und der nachfolgenden Auswertung. Die Ergebnisse bilden die Grundlage zur Stärkung der Organisation EthicFinance und seines Netzwerkes für eine erfolgreiche Tätigkeit in der ländlichen Entwicklung. Das Projektgebiet umfasst ausgewählte ländliche Gebiete und Gemeinden in Georgien (zum Beispiel die Region Svanetien, die Gemeinde Sobisi/Nähe Gori).

Im Rahmen des Projektes waren in Georgien auf Geschäftsreise Projektpartner Herr Dr. Günther Marchner (conSalis), Frau Dr. Waltraud Winkler-Rieder (ÖAR) und ein Fotograf, das fürs Fotomaterial zuständig war.

Projektpartner haben die für das Projekt interessante Lokationen besichtigt um die aktuelle Probleme im Zusammenhang mit dem zukünftigen Qualifizierungsprogramm festzustellen.  Sie trafen Mitarbeiter von GIZ, Landwirtschaftsministerium Georgiens, Assoziation der biologischen Landwirtschaft Elkana. Es wurden die Ergebnisse von durchgeführtem Projekt zusammengefasst, die gewonnene  Informationen bearbeitet und Zukunftspläne für weitere Zusammenarbeit gestellt.

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