Arbeitslosigkeit und Armut


Die soziale Lage der Menschen im Dorf hat sich in den letzten zwanzig Jahren, nach dem Zerfall der Sowjetunion, verschlechtert. Als das wichtigste Problem kann man die Arbeitslosigkeit nennen. Die von den Kommunisten aufgebauten Kolchosen, in denen die Dorfbewohner tätig waren, sind längst zerfallen, doch die ehemaligen Massenproduktionen an Obst überschatten die Vorstellungen der aktuellen Obsternten. Dadurch sehnen sich viele Menschen immer noch nach den alten Zeiten zurück, es wird darauf gewartet, daß solche Zeiten wieder anbrechen und die entsprechenden Einnahmen damit einhergehen.
Nach der Auflösung der Kolchosen hatten die Bauern die Grundstücke erhalten. Die Menschen hofften, dass die Arbeit nun auf eigene Initiative weitergeführt werden könne, und die aus dem Verkauf generierten Einnahmen ja nun nicht mehr in die Staatskasse kämen, sondern zur eigenen Verfügung stehen würden. Doch es zeigte sich, daß dieses Vorhaben nicht ausgeführt werden konnte.

Durch Konflikte mit der Nachbarregion im Norden enstanden massive Bewässerungsprobleme, die landwirtschaftlichen Maschinen wurden schon bald unbrauchbar, es gab keinerlei Investitionen, es mangelte
Dorfden Menschen an unternehmerischen Fähigkeiten -da früher durch den Staat die Probleme gelöst und die Vermarktung geregelt wurde- und unter den jungen Leuten entwickelte sich eine regelrechte Landflucht: mehr und mehr wichen in die Städte oder auch dann weiter ins Ausland aus.

Die problematischen Seiten des Umbruchs hat man bald erkannt, jedoch blieben diese Probleme ungelöst. Aus dieser Situation entstand eine große Arbeitslosigkeit, was zu dem fehlenden Einkommen der Menschen führte und letztendlich die Verarmung der Gesellschaft verursacht hat.

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